VBD; Ermittlung der Transportleistung im ausgwählten Donauabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen, Phase III, Duisburg, 30.11.99
Nach der Fertigstellung des Main-Donau-Kanals im Jahre 1992 existiert eine durchgehende Wasserstraßenverbindung zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer. Als für die Schiffahrt maßgebliche Engstelle dieser ca. 3500 km langen Wasserstraße wird die obere Donau im frei fließenden Bereich zwischen Straubing und Vilshofen angesehen. In diesem Engstellenbereich mit vergleichsweise sich schnell ändernden Wasserständen erfolgt der Schiffsverkehr überwiegend im Richtungsverkehr. Für diesen Bereich wird nachfolgend die mögliche Transportleistung in "Tonnen pro Jahr" für das Bezugsjahr 1996 unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Rahmenbedingungen ermittelt. Zunächst erfolgt die Berechnung der Anzahl der Schiffe, die pro Zeiteinheit im Richtungsverkehr diesen Bereich passieren können. Hierauf aufbauend wird die Transportleistung in Tonnen pro Jahr ermittelt, wobei die wesentlichen Einflußfaktoren, wie die Wasserstandsveränderungen, die Betriebszeiten, die Flottenstruktur, der Auslastungsgrad, das unzureichende Wasserstands-Vorhersagesystem, die vergleichsweise langen Anreisezeiten bis zum Erreichen des Engstellenbereiches, usw. zu berücksichtigen sind. Mit der Ermittlung der möglichen Leistungsfähigkeit (Vergleichsfall) dieses Donaubereiches lassen sich die Auswirkungen möglicher Ausbauvarianten (Planfälle) in bezug auf die Steigerung der Leistungsfähigkeit realitätsnah abschätzen.
Bericht Phase III (Nr. 1544) 2219 KB