Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Donauforum

Nestmann, Theobald: Studie zur Verbesserung der Schiffahrt an der Donau unterhalb der Staustufe Straubing, Karlsruhe April 2001

Untersuchung zum Einfluß der Kraftwerkssteuerung

1. Veranlassung und Aufgabenstellung

An der Donau sind in der Vergangenheit unterhalb der Staustufe Straubing in der freifliessenden Strecke bei Niedrigwasser Abflussschwankungen und damit verbunden Abflussminderungen derart aufgetreten, dass sich die Schiffahrtsverhältnisse verschlechterten. Es wird davon ausgegangen, dass diese Abflussschwankungen als Ergebnis der hydrologisch bedingten Zuflussänderungen der Donau im Oberlauf bei gleichzeitiger Bewirtschaftung des Main-Donau-Kanals und einer noch nicht optimierten Betriebsweise der Laufwasserkraftwerke auftreten. Daher sollte untersucht werden, ob durch eine geänderte Betriebsweise der Kraftwerke und/oder der Bewirtschaftung des Main-Donau-Kanals eine Verminderung der Abflussschwankungen und somit eine Verbesserung der Schiffahrtsverhältnisse zu erreichen ist.

Es wurden HN-Modelle der Stauhaltungen Geisling und Straubing erstellt, mit deren Hilfe charakteristische Grössen wie Bewirtschaftungsvolumina und Laufzeiten ermittelt wurden.(Kap. 3) Eine Analyse charakteristischer Abfluss- und Wasserstandsganglinien hinsichtlich vorgenommener Betriebsweisen der Kraftwerke und der Weitergabe des Sunks wurden im Bereich Vohburg bis Pfelling anhand von 6 Ereignissen aus den Jahren 1995, 1996 und 2000 durchgeführt. (Kap. 4 und 5) Die Bewirtschaftung des Main-Donau-Kanals und das Zusammenspiel mit hydrologisch bedingten Zuflussänderungen im Oberlauf der Donau wurde ebenfalls untersucht. (Kap. 6)


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