Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Donauforum

Dr.-Ing. habil. H.H. Bernhart, Bericht über relevante Fragen zur Verbesserung der Schiffahrtsverhältnisse an der Bayerischen Donau im Abschnitt Straubing - Vilshofen, Verbesserungen des Ist-Zustands, Karlsruhe im Oktober 1999

Wasserbauliche Studie, ohne Anlagen (Dateigröße !)

Veranlassung und Aufgabenstellung

Mit Schreiben vom 29.03.1999 wurde eine Fortsetzung der Arbeiten in Auftrag gegeben, wobei im Jahre 1999 die Behandlung folgender Themenkreise beabsichtigt war:

  • Begleitung der Auswertung des "Naturversuchs Sohldeckwerk", insbesondere im Hinblichk auf die Entwicklung von Sohlsicherungskonzepten
  • Durchgängigkeit der Rhein-Main-Donau-Wasserstraße (Fortführung)
  • Optimierung des Ist-Zustandes der Donau

Da die Ergebnisse des "Naturversuchs Sohldeckwerk" bisher nicht nicht vorliegen, muß dieses Thema zurückgestellt werden, das damit verbundene Ausbaukonzept der "verschärften Flußregelung" wird vom Verfasser sowohl aus flußbaulich - hydraulischer als auch aus ökologischer Sicht für völlig ungeeignet und für die Schiffahrt als nicht zielführend erachtet.

Bezüglich der Fortführung der Untersuchungen über die Durchgängigkeit der Rhein-Main-Donau-Wasserstraße steht noch eine vertiefte Analyse der österreichischen Strecke aus. Da im Vergleich zu den in der Studie 1998 bereits enthaltenen Untersuchungsergebnisse hierbei allerdings keine grundlegend neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, wird auch dieser Punkt zunächst nicht behandelt.

Erste Priorität hat nach Meinung des Verfassers die Frage, wie möglichst umgehend Verbesserungen für die Schiffahrt erreicht werden können. In der langjährigen Debatte über  Abladetiefen und Ausbauparameter hat man sich immer mehr in eine Richtung bewegt, die den Belangen der Schiffahrt nicht nur nicht weiterhilft, sonder für diese auch nachteilig war, z.B. Unterlassung von Ausbaggerungen in der Fahrrinne, Entnahme von Wasser aus der Donau in Niedrigwasserzeiten, Einfluß der Steuerung der Stauhaltungen oberhalb von Straubing und besonders gravierend der "Bürgerfeldeffekt".

Da mit vergleichsweise leit nachvollziehbaren hydraulischen Berechnungen gezeigt werden kann, daß es mit einfachen baulichen Maßnahmen möglich ist, hier Abhilfe zu schaffen, beziehen sich die im folgenden erläuterten Untersuchungen auf die Optimierung des Ist-Zustands und auf damit in direktem Zusammenhang stehende Fragen der Sohlsicherung.

 


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